
Täglicher CBD-Konsum: Wann wird THC im Körper gefährlich?
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Legal heißt nicht harmlos! Ein täglicher Tropfen CBD-Öl kann dich zum Verkehrssünder machen – selbst bei 0,3 % THC. Hier verraten wir, warum dein Blutwert nicht lügt und wie du Grenzwert-Überschreitungen vermeidest.
Die Legalitätsfalle: Wie 0,3 % THC den Führerschein kosten
Seit Januar 2025 gelten in Deutschland neue Regeln für CBD-Produkte: Der Handel mit Hanferzeugnissen bis 0,3 % THC ist einfacher – doch die vermeintliche Harmlosigkeit täuscht. Dr. Michael Fischer, Redakteur beim Deutschen Hanfblatt, warnt: „THC bindet sich an Fettzellen. Wer täglich CBD nimmt, riskiert über Wochen hinweg eine schleichende Vergiftung der Blutwerte.“
Rechenbeispiel:
- 70 mg CBD-Öl täglich (mit 0,3 % THC) liefern 0,21 mg THC pro Tag.
- Nach 30 Tagen: 6,3 mg gespeichertes THC im Fettgewebe.
- Bei einem Blutvolumen von 5 Litern ergibt das theoretisch 1,26 ng/ml – doch durch die verzögerte Freisetzung aus dem Fettgewebe liegt der Wert praktisch höher.
Man muss anmerken das 70 ml CBD Öl sind schon sehr unrealistisch. Dementsprechend ist man in der Regel auf der sicheren Seite mit CBD Produkten, Voraussetzung THC Grenzwert wird nicht überschritten!
Der aktuelle Grenzwert für THC im Blutserum beträgt laut Bundesamt für Justiz 3,5 ng/ml (entspricht ~1,75 ng/ml im Vollblut). Bereits geringe Überschreitungen können zum Führerscheinentzug führen.
Metabolisierung: Warum THC zum Langzeitgast im Körper wird
THC durchläuft einen komplexen Abbauprozess:
- Aufnahme: Über Lunge oder Verdauungstrakt gelangt THC ins Blut.
- Verstoffwechselung: Die Leber wandelt THC in THC-COOH um – ein inaktiver, aber langlebiger Metabolit.
- Speicherung: THC lagert sich im Fettgewebe ein und wird langsam freigesetzt.
Kritische Faktoren laut Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf:
- Körperfettanteil: Je höher, desto länger verbleibt THC im System.
- Konsumhäufigkeit: Tägliche Einnahme führt zu kumulativer Anreicherung.
- Genetik: Variationen der Leberenzyme (CYP2C9, CYP2C19) beeinflussen den Abbau.
„THC ist kein Gymnastikball, den man einfach aus dem Körper rollen lässt. Es klebt wie Kaugummi im Fettgewebe“, erklärt Prof. Franz Grotenhermen, dessen Forschung zur Cannabis-Metabolisierung internationale Standards setzte.
Die Blutwert-Bombe: Reale Risiken trotz legaler Produkte
Eine Analyse des Heale-Instituts zeigt: Der THC-Gehalt in Cannabisprodukten ist seit 2010 um bis zu 300 % gestiegen – auch in CBD-Extrakten. Selbst bei Einhaltung der 0,3 %-Grenze können sich über Monate geringe Werte aufbauen.
So schützen Sie sich: Strategien für sicheren Konsum
- THC-freie Isolate: Verwenden Sie CBD-Produkte mit 0,0 % THC, wie sie etwa Cansativa zertifiziert.
- Labortests prüfen: Fordern Sie COA-Zertifikate (Certificate of Analysis) an, um den THC-Gehalt zu verifizieren.
- Nutzen Sie Seriöse Shops wie CBD Apache
„Wasser trinken oder Sport hilft nicht – THC wird über den Fettstoffwechsel abgebaut, nicht über die Niere“, betont Dr. Linda Bentz, Toxikologin am Heale-Institut.
CBD in der Polizeikontrolle: So verhalten Sie sich richtig!
Expertenstimmen: „Die Dosis macht das Gift“
- Prof. Raphael Mechoulam, Entdecker von THC und CBD: „THC ist wie Salz: Eine Prise würzt, ein Löffel vergiftet. Bei täglicher Einnahme wird aus Mikro- schnell Makrodosen.“
- Dr. Jakob Sons, Cannabis-Experte bei Cansativa: „Die neue Legalisierung ist ein Fortschritt – aber nur, wenn Konsumenten die Biochemie verstehen. Sonst wird Legalität zur Falle.“
Fazit: CBD – Freund oder Feind?
Die Legalität von CBD-Produkten ist kein Freifahrtschein für sorglosen Konsum. THC akkumuliert sich unbemerkt – und macht aus harmlosen 0,3 % eine Gefahr für den Führerschein. Wer sichergehen will, setzt auf THC-freie Isolate, regelmäßige Pausen und Transparenz bei Herstellern.
„Dein Blutwert kennt keine Legalitätsdebatten. Handle klug, bevor die Polizeikontrolle es für dich tut“, resümiert Rechtsanwalt Markus Huber.